|
|
  |
Landschaftspflege
Vorrangig werden sensible Naturschutzflächen mit verschiedenen
Tieren beweidet. Diese Tätigkeit wird im Auftrag der Naturschutzfachbehörden im Regierungspräsidium, des Umweltamtes der Stadt Karlsruhe und der Volkswohnung durchgeführt. Zur Zeit werden mit 10 Eseln, 7 Exmoorponys, 2 Gallowayrindern sowie 13 Walliser Schwarzhalsziegen über 110 Hektar gepflegt. In den nächsten Jahren sollen weitere 150 Hektar im Rheinpark-Bundesgartenschau, in Daxlanden und in Durlach hinzukommen.
Umweltpädagogik
Im Auftrag des Umweltamtes der Stadt Karlsruhe werden Aktionen an Schulen und in Schutzgebieten durchgeführt. Das Ziel besteht darin, den Themenbereich „Artenschutz in der Stadt“ zu vermitteln. Dazu werden ausgesuchte Tierarten aus der Wildtierpflegestation vorgestellt und die damit verbundenen Schutzmöglichkeiten erarbeitet.
|

Carsten Weber, Betreiber des Dienstleistungsunternehmens
„Landschaftspflege & Naturschutz“ und
Leiter des Archehofs
|
Artenschutz
Für die Stadt Rheinstetten, die Fachbehörden sowie
ehrenamtlich für den NABU (Naturschutzbund) Karlsruhe
werden bereits spezielle Artenschutzprojekte bearbeitet.
Wichtigste Zielarten sind aktuell Schleiereule,
Turmfalke, Dohle, Hohltaube, Steinkauz, Wiedehopf
und Fledermäuse. Über 500 Nistkästen und -plätze in
Kirchen, Scheunen, Schutzgebieten und Privathäusern
werden betreut. Für die staatliche Vogelschutzwarte
Radolfzell werden die kontrollierten Vogelarten beringt
und die Brutdaten wissenschaftlich aufbereitet. Ein
wichtiger Teil dieses Themenblocks ist die Öffentlichkeitsarbeit
mit Vorträgen, Exkursionen und direkten
Arbeitseinsätzen für Interessierte.
Wildtierpflegestation
Für die Stadt Karlsruhe und den Landkreis Karlsruhe
wird eine Pflegestation für einheimische Säugetiere
und Wildvögel betreut. Verletzte und geschwächte Tiere
sowie verwaiste Jungtiere und -vögel werden in der
Station versorgt und bis zur Freilassung gepflegt. Pro
Jahr werden im Schnitt über 450 Tiere versorgt. Bisher
waren über 140 verschieden Arten vom Zaunkönig bis
zum Graureiher und von der Spitzmaus bis zum Wildschwein
als Notfälle in der Station.
(Mit-)Arbeitsmöglichkeit als Therapie
oder Einstieg ins Arbeitsleben
Zusammen mit dem Zentrum für Menschen mit Behinderung
sollen verschiedene Arbeitsbereiche angeboten
werden, um Menschen mit Behinderung die Möglichkeit
zu geben, sich entweder aktiv am Hofleben und
der Hofarbeit zu beteiligen oder durch Tätigkeiten in
der Tierpflege oder landwirtschaftlichen Arbeit einem
selbstständigen Leben ein Stück näher zu kommen.
|
 |
|
Der Birkenhof soll als Stützpunkt für die Landschaftspflege
zum Archehof werden. In einem Archehof werden
verschiedenste alte, aussterbende Haustierrassen
in der Nutzung gezielt erhalten. Einerseits soll damit
altes „Kulturgut“ bewahrt werden, andererseits sollen
auch im Hinblick auf die Widerstandsfähigkeit der sehr
robusten und krankheitsresistenten Extensivrassen
Zuchtpotential für die Zukunft und damit mögliche
Genreserven erhalten werden. Zur Zeit werden bereits
zwei sehr seltene Rassen bei uns eingesetzt: Zum einen
das Exmoorpony, die letzte echte Wildponyrasse Europas
und das erste Nutzpferd der Kelten. Von dieser
Pferderasse gibt es weltweit nur noch ca. 800 Tiere. Die
zweite Tierart, die wir durch Zucht erhalten, aber auch
einsetzen, ist die Walliser Schwarzhalsziege, eine der
ältesten Hausziegenrassen Europas, die vorrangig in
der Schweiz als Milch- und Fleischziege genutzt wurde.
Hierzulande hat sie sich als exzellente Spezialistin
in der Gehölzbekämpfung erwiesen. Zukünftig sollen
direkt am Birkenhof einige neue Arten dauerhaft leben
und sowohl in der tiergestützten Therapie als auch als
Anschauungsobjekt in der Umweltbildung eingesetzt
werden, darunter Hühner, Gänse, Kaninchen, Schweine,
Esel und Pferde.
|




 |
|
|
|
|
 |
Michael Andritzky
Publizist, Initiator Birkenhof
|
Lebensqualität heißt Begegnung mit Lebendigem. Tiere in ihrer kreatürlichen Stimmigkeit, in ihrer Einfachheit, Schönheit und Zuneigung zu erleben, trägt zur Lebensfreude bei.
|
Interview >>>
|
| |
 |
Carsten Weber
Leiter des Landschaftspflegehofs, Landwirt
|
Meine Vision ist es, die sonst nur schwer zu vereinbarenden Themen
Ökologie, Soziales und Therapie unter ein Dach zu bringen und damit verschiedene Aspekte im Zusammenspiel von Mensch und Natur zu verbinden.
|
| Interview >>>
|
| |
 |
Alexander Grünenwald
Architekt, Leiter Bauwohnberatung Karlsruhe
|
Hier entsteht ein wunderbares Projekt, von dem viele Impulse zu
erwarten sind und dessen Nutzen bei Mensch, Tier und Landschaft
evident ist.
|
| Interview >>>
|
| |
 |
Christiana Schmitt
Tiergestützte Therapie
|
Schaffung eines innovativen, einmaligen Ortes, in dem Mensch, Tier, Natur und Kultur als Einheit erlebt werden können.
|
| Interview >>>
|
| |
 |
Ines Schulz-Fragel
Tiergestützte Therapie
|
„Biophilie“ – das ist die unbewusste Neigung des Menschen, die Nähe
zu den übrigen Lebensformen zu suchen. Tiere sind eine Brücke zur
Natur.
|
| Interview >>>
|
| |
 |
Claudia Neßler
Künstlerin
|
Wo ich meine Zweige malen darf, damit Vögel darauf Platz nehmen
können, wo Menschen der Natur mit allen Sinnen begegnen, dort ist
der Birkenhof. |
|