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Im dritten Teil des Birkenhofs, im neu
zu bebauenden Areal, steht der
Mensch
mit Behinderung im Mittelpunkt. |
| Tiere sind authentisch, wert- und vorurteilsfrei, sie akzeptieren den Menschen, spenden Nähe, Wärme, Ruhe, Zuneigung und zeigen sich oftmals als Spiegel ihres Gegenübers. Gerade Menschen mit Behinderung und Kinder, alte und/oder demenzkranke Menschen finden über die Begegnung mit Tieren wieder schneller Zugang zum Leben. Manchmal sind sie „Türöffner“ zur Seele des Menschen und ermöglichen somit Ansätze für neue Therapien, stiften Kommunikation oder sind einfach nur eine „reine Freude“.
Im Birkenhof finden Menschen mit Behinderung, vor allem Jugendliche und junge Erwachsene, eine sinnstiftende Beschäftigung bei der Hof- und Stallarbeit und erfahren sich dabei als Teilhaber in der Gemeinschaft. Der Umgang mit Nutztieren, so heißt es in der Forschung, „kann das Seelenleben (nicht nur) von Kindern positiv beeinflussen. Nutztiere schaffen besondere Erfahrungsräume, in denen Kinder, Jugendliche und Erwachsene die Möglichkeit haben, selbständig zu lernen, Selbstvertrauen aufzubauen und Beziehungen anzubahnen. Nutztiere können so einen erheblichen Anteil zur sozialpädagogischen Arbeit mit behinderten Menschen beitragen.“ (C. Simantke, I. Stephan); und S. Greiffenhagen schreibt: „Das Tier verhilft über verschiedene Wege zur Steigerung der physischen Aktivität, zur Stabilisierung der Identität und zur Belebung der sozialen Kontakte.“ Man kann noch weiter gehen – tief in die Geschichte der Anthropologie – und mit P. Arkow feststellen: „Die menschliche Evolution vollzog sich in der täglichen Gegenwart wilder Geschöpfe. Ohne solche Erfahrung, so scheint es, kann intellektuelle und emotionale Reife nicht erreicht werden, vor allem nicht von modernen Menschen, die in einer urbanen, technologisch geprägten Zivilisation leben.
Ohne die Andersartigkeit können wir nicht selbst sein.“ Menschen mit Behinderung spüren und ahnen das. Insbesonders Kinder lieben Tiere spontan und bedingungslos. „Sie haben es immer getan, egal ob sie mit Zorro, den Schlümpfen, Batman oder Madonna heranwachsen – ein echtes, wirkliches, lebendiges Tier, das mit ihnen lebt, das für sie lebt und für das sie leben können – solch ein Tier braucht keine Konkurrenz der Fernsehhelden zu fürchten. Denn TV-Stars kann man nicht anfassen und streicheln, man kann nicht mit ihnen schmusen, toben oder spielen. Der Bildschirm zeigt nur Phantasiegestalten, blutleer, ohne Realität und wirkliches Erleben, was letztlich nur mit allen Sinnen möglich ist. Ein Kind, das den Kontakt mit den Mitmenschen scheut, das, wenn man es berührt und ihm zärtliche Worte zuflüstert, ängstlich erschrickt, kann sehr wohl positiv auf Kontakte mit Tieren reagieren“, meint Psychotherapeut B. Levinson aus New York. „Das Tier kann im psychisch gestörten, egozentrischen Kind zum ersten Mal bewirken, dass dieses Kind sich für etwas anderes interessiert als ausschließlich für sich selbst.“ (Forschungskreis Heimtiere in der Gesellschaft). Was für Kinder gilt, gilt in besonderem Maße auch für gehandicapte Menschen aller Altersstufen.
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Michael Andritzky
Publizist, Initiator Birkenhof
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Lebensqualität heißt Begegnung mit Lebendigem. Tiere in ihrer kreatürlichen Stimmigkeit, in ihrer Einfachheit, Schönheit und Zuneigung zu erleben, trägt zur Lebensfreude bei.
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Interview >>>
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Carsten Weber
Leiter des Landschaftspflegehofs, Landwirt
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Meine Vision ist es, die sonst nur schwer zu vereinbarenden Themen
Ökologie, Soziales und Therapie unter ein Dach zu bringen und damit verschiedene Aspekte im Zusammenspiel von Mensch und Natur zu verbinden.
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Alexander Grünenwald
Architekt, Leiter Bauwohnberatung Karlsruhe
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Hier entsteht ein wunderbares Projekt, von dem viele Impulse zu
erwarten sind und dessen Nutzen bei Mensch, Tier und Landschaft
evident ist.
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Christiana Schmitt
Tiergestützte Therapie
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Schaffung eines innovativen, einmaligen Ortes, in dem Mensch, Tier, Natur und Kultur als Einheit erlebt werden können.
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Ines Schulz-Fragel
Tiergestützte Therapie
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„Biophilie“ – das ist die unbewusste Neigung des Menschen, die Nähe
zu den übrigen Lebensformen zu suchen. Tiere sind eine Brücke zur
Natur.
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| Interview >>>
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Claudia Neßler
Künstlerin
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Wo ich meine Zweige malen darf, damit Vögel darauf Platz nehmen
können, wo Menschen der Natur mit allen Sinnen begegnen, dort ist
der Birkenhof. |
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